Der Buchstaben-FresserDer Buchstaben-FresserKategorie: Buchbesprechung >>>
Später wird aus dem Buchstabentauscher dann ein ausgewachsener Buchstabenfresser. Es passieren dann im Prinzip die gleichen Sachen, wie beim Buchstabentauscher, aber die Wörter werden kürzer. So verwandelt der Buchstabenfresser zum Beispiel ein "Rohr" in ein "Ohr". Natürlich geht die Geschichte gut aus, es gibt einen Trick, wie man den Buchstabenfresser wieder in sein Ei kriegt. Dieses Buch hat mich überrascht - und das gleich mehrmals. Die Überraschung betrifft die Reaktionen meiner Tochter (5), die ganz wild auf das Buch war. Zum einen nahm sie die Geschichte sehr ernst und hatte auch tatsächlich Angst davor, dass ein Buchstabentauscher kommen könnte und ihre Sachen kaputt machen würde. Dann überlegte sie, was passiert, wenn man an einigen Wörtern bestimmte Buchstaben austauscht. Das Alphabet kennt sie schon seit zwei Jahren und im Kindergarten wurde ihr das Prinzip "Silben" beigebracht. Sie kann schon seit etwa einem Jahr ihren Namen und noch etwa zwanzig weitere, einfache Wörter in Großbuchstaben schreiben. Durch den "Buchstabenfresser" beschäftigte sie sich mit dem Thema "Wörter und Buchstaben" und begann, mit den Buchstaben der Wörter zu spielen. Dieses Thema hat sie brennend interessiert und Doris musste den Buchstabentauscher auch tagsüber vorlesen. Wir waren perplex. Ob das der Buchstabenfresser war? Ich denke mal, die bewusste Beschäftigung mit Wörtern hat dazu geführt, dass bei ihr etwas "eingerastet" ist. Die Rückseite des Einbandes sagt "Lesealter ab 7/8". Wohl können sieben- bis achtjährige Leute dieses Buch wegen der großen Schrift gut lesen, aber ich bezweifle, dass ein siebenjähriger Selbstleser von dieser Geschichte so gepackt wird, wie eine fünfjährige Zuhörerin. Ich halte einen Siebenjährigen für ziemlich abgeklärt im Vergleich zu einer aufgedrehten Fünfjährigen. Nach meiner Meinung ist Paul Maars "Buchstabenfresser" der ideale Einstieg für Vorschulkinder und Erstklässler und eine perfekte Hinführung zur Fähigkeit "Lesen". Für bereits lesende Kinder ist es eine witzige Geschichte. Die 6,50 EUR für dieses Buch sind gut angelegt. In meinen Augen ist es aber mehr ein Vorlese- als ein Selbstlesebuch. Als Zielgruppe sehe ich auch eher Vorschulkinder als die auf dem Einband anvisierten Zweit- und Drittklässler. Peter Klauer 200718So.Feb Kommentare: 1 Einen Kommentar hinzufügen
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